KRACHOPHILTOUR - Düsseldorf / Köln


KRACHOPHILTOUR - Berlin

Revanche in der Hauptstadt

Unser letztes Gastspiel in der Stadt mit Bär ist tatsächlisch schon zwei Jahre her. Damals verbrachten wir ein Wochenende auf den Bühnen der IFA und unsere Tage in Berlin als turbulent zu bezeichnen, wäre stark untertrieben! Irgendwie hatten wir also noch eine Rechnung mit dieser Stadt offen...

Die Anreise aus aller Herren Städte (Hamburg, Rostock, Münster, Berlin) geriet zu diesem Tourtermin überraschend rechtzeitig und wir schafften es einmal fast in time unseren Soundcheck zu beginnen. Nach diesem nahmen wir die übliche Inspektion des Clubs vor und stellten bei dieser Gelegenheit fest, dass im benachbarten Saal ein Emergenza - Semifinale ausgetragen wurde. Auch wir haben uns natürlich bereits in diesem obligatorischen Contest gemessen, so wie auch unsere, natürlich erneut mitgereisten, Lieblingsbandkumpelz I COME FROM THE SUN, die uns damals, 2012, im ausverkauften ASTRA Kulturhaus, ebenfalls in Berlin, welch Zufall, vor 2.000 Zuschauern ziemlich den Arsch rasierten... Flo, Sänger der eben erwähnten Wuchtbrummkombo, wurde im folgenden Weltfinale sogar die "Stimme des Contests" attestiert. Glückwunsch nochmal. Wo war ich... BIER! Ach ne, äh, ja, Emergenza! Wir freuten uns also ein paar Vertraute Gesichter zu entdecken, und erzählten, nicht wenig stolz, von unserem Werdegang in den letzten vier Jahren. Mit gockelhaftem Gang stolzierten wir danach die vor Ehrfurcht gähnenden Riegen der wartenden Bands ab und als auch der letzte keine Reaktion zeigen wollte, schlurften wir in den Backstage, in dem man sich, "lieber nicht" all zu sehr an die Wand lehnen sollte, auf die Gefahr eines "Kontakthighs" hin. Das klang doch vielversprechend!

 

Um den Stress des schweißtreibenden zehnminütigen Soundcheks zu verdauen, gab es im Anschluss ein lang ersehntes Astra, und um das nervlich zu verarbeiten besuchten wir unseren guten Michael, der mit uns in der steinwurfentfernten FUZZ FACTORY ein halbes Jahr vorher unsere EP KRACHOPHIL einprügelte. Michael, dem sonst die, und das Wort benutzen wir wirklich im wahrsten Sinne, STARS die Klinke polieren, lauschte gebannt den Stories der fünf Dorfmuschkoten. Wenn sich in den letzten Wochen Royal Republic auf deinem Sofa die Eier gekrault haben, und Anekdoten ihrer Australien-Tournee zum Besten gaben sind ein paar Gags vom letzten "Rock im Moor" oder "Irgendwo im Nirgendwo" scheinbar auch mal ganz erfrischend.

 

Nach diesem netten Schwatz mit diesem netten Menschen machten wir uns auf den kurzen Weg zurück,l netürlich nicht ohne uns einen heimischen Döner nebst weiterem Astra ins Gesicht zu stopfen. Wir lauschten darauf gebannt den Klängen unserer fantastischen "Sunniboys", den Freaks, die dieses mal mit Fargo Verstärkung aus dem Bereich der Hosen bekamen und zum ersten mal mit an Bord VENTERRA.

Der Laden war verdammt gut besucht, über "hunnäht" Leute drängten sich vor der Bühne und die Stimmung war heiter bis pogotiv. Pünktlich zu unserem Auftritt fielen dann auch die letzten Hemmungen und es wurde sich ausgiebigst in die Luft und Massen geworfen!

 

Ein feines Gefühl so ein tolles Konzert in der größten Stadt Deutschlands auf die Beine stellen zu können, und wunderbar, dass wir so so tolle Menschen gefunden haben, die immer wieder mit uns losziehen, um Musik zu machen.

Vielen Dank an alle Beteiligten für diesen tollen Abend und heiße Küsse in den Intimbereich,

SOAB!


KRACHOPHILTOUR - Hamburg

Wir starten in unser Konzertjahr 2016

Nachdem wir im Oktober mit einem fantastischen Nachwuchsförderpreis bedacht wurden, war unsere Festival- und vorerst auch Clubkonzertphase abgeschlossen. Wir ließen wir es bis zu den Weihnachtstagen sehr ruhig angehen, die Klampfen an der Wand hängen und die Handys ausgescheschaltet.

Nach gut vier Wochen juckten uns allerdings dermaßen, dass wir uns den gesamten Dezember im Proberaum verbarrikadierten.

Dort zauberten wir in drei Wochen drei sensationelle Songs, was für unsere Verhältnisse wirklich sensationell ist, da wir an einzelnen Stücken schon mal ein sensationnelles ganzes Jahr tüfteln.

 

Dermaßen kreativ beseelt freuten wir uns deshalb wie die Schnitzel auf die ersten Testgebiete für unsere musikalischen Sprengsätze und mit unserem Konzert am 16.01.2016 im Grünen Jäger, stand das erste gefühlt direkt nach dem Neujahrskater an.

Von Müdigkeit war jedoch zur Überraschung aller nichts zu spüren, stattdessen plapperten wir alle wie die Hühner auf der Stange die gesamte Busfahrt durch und ließen uns auch durch solche Nebensächlichkeiten wie dem Soundcheck nicht in unserem waschweibergleichen Redefluß beirren. Als dann auch noch unsere treuen Begleitrecken Show off Freaks und I Come From The Sun den Laden betraten, und erzählen, dass unser Konzert eben auf Delta-Radio angesagt wurde, explodierte der Hühnerhaufen endgültig.

Nach und nach füllte sich gegen Abend der Club und so begannen unsere Sunnieboys pünktlich wie die Maurer vor einer gut gefüllten Kulisse ihr Programm. Wir selbst können immer nur wieder mit weit aufgeklapptem Gesicht vor der Bühne stehen, wenn diese Jungs loslegen, eine wirklich fantastische Band! Auch die Freaks legen gut vor und bringen das teils mitgereiste Partyvolk zum Springen. Wir machen uns derweil im angemieteten Sprinter mit unseren Hausfrauenübungen warm und haben die größte Freude daran, das jeweils nachfolgende Bandmitglied, durch Aufreißen der Verladetür vor dem passierenden Hamburger Nachtvolk ohne Hose, oder teils auch mehr, zu präsentieren. Manche Jokes werden einfach nicht alt.

 

Unser Auftritt läuft super, die Leute nicken lässig mit und applaudieren frenetisch, man hat jedoch das Gefühl, dass der letzte Tropfen noch nicht getropft ist. Dieser eine berühmte, der das Faß zum Überlaufen bringt und so, ihr versteht.

In solchen Fällen verordnen erfahrene Konzertdoktoren wie wir gerne einen sogenannten "Schenkelspreizer". Einen Song, bei dem wirklich jeder mitmachen MUSS, gute Laune auf Rezept! Meistens füllen wir diese Lücke mit einem Coversong, heute jedoch übernahm unser brandneuer Song "Überfall" diese tragende Rolle. Ein super simples Riff gepaart mit unserem ersten "Böse-Schrei-Band"-Refrain. Wir wollten eben auch mal auf die Kacke hauen, und siehe da! Es funktioniert! Es funktioniert sogar etwas zu gut.. Denn auch wenn wir für einen wilden Moshpit immer zu haben sind, auf unseren Instrumenten muss er nicht unbedingt stattfinden. Aber wir wollten es ja nicht anders, und so muss Lucas in den verbliebenen drei Songs nicht nur ein- nein sogar zwei mal kurzzeitig mit reduziertem Schlagzeug weiterspielen, weil ihm im Eifer des pogenden Getümmels jemand in die Drums fliegt.

 

Ein herrlicher Konzertabend, an dessen Ende wir uns äußerst zufrieden und ausgepowert ans Verladen und danach zum Feiern auf die Reeperbahn aufmachen. Hamburg, wir kommen wieder!


LANDESROCKFESTIVAL

VERKATERT UND HEISER ZUM NACHWUCHSFÖRDERPREIS

Verplant aber Glücklich, eigentlich auch ein schöner Albumtitel
Verplant aber Glücklich, eigentlich auch ein schöner Albumtitel

Obwohl wir in Dresden auf dem ersten INFESTIVAL einen Abriss allererster Güte erlebten, halten sich am kommenden Morgen die Kopfschmerzen fast aller Beteiligten in Grenzen. Heiser und etwas fiebrig fühlen wir uns zwar immer noch, aber das hat sich bei uns beinahe schon zum gängigen Standard entwickelt. Und auch wenn Einige, an dieser Stelle nicht namentlich erwähnte, Bandmitglieder aus dem Schlafsack gepellt werden müssen, schaffen wir es recht pünktlich zum Hostel-Frühstück. Mit frischen Eiern, Obst, Müsli und duftendem Kaffee mutet dies fast schon surreal gesund an, bedenkt man den Mist, den man sich in dieser Band ins Geischt stopft. Unter den wachsamen Augen der zur bandeigenen Inquisition mutierten Bassglucke Lennart, schieben wir uns nun auch heiter und fröhlich die hastig geschmierten "Semmeln" (ich dachte wir sind hier in Sachsen?!) ins Gesicht, verabschieden die letzten illegal untergebrachten Bandgäste aus unserer Obhut und quetschen uns in die jeweiligen Bandmobile, um den verdammt frühen "Heimweg" in den 431 km entfernten M.A.U. Club anzutreten....

Ein Hoch auf alle Clubs dieser Welt mit Dusche im Backstage!
Ein Hoch auf alle Clubs dieser Welt mit Dusche im Backstage!

Warum wir alle so unverhältnismäßig fit sind, klärt sich bei der direkt nach Stadtgrenze eingelegten Pinkelpause, als sich einer nach dem anderen ein renitentes Trunkenheitsgefühl eingestehen muss, wozu ich als Fahrer meine Bandkollegen natürlich herzlichst beglückwünsche, ihr Penner.

 

Immerhin ist so nach ein paar weiteren Fahrtminuten Ruhe im Karton und unter dem seeligen Schnarchen zweier Rückbankschnorrer komme ich endlich dazu das neue Refused Album zu hören. Sehr zu empfehlen, wenn auch kein erneuter Urknall, doch wer liefert die heutzutage schon noch?

 

In Rostock angekommen klatschen wir jeden der sich nicht schnell genug retten kann ab und lauschen den letzten Klängen des Soundchecks von Joggä & Schlips-Marlow, der einen verdammt heißen Track mit Flo von Subbotnik zum besten gibt.

 

Pünktlich zu unserem Check schlurfen auch die letzten verkaterten Gestalten aus unserem Bus. Wir zupfen ziemlich abgelutscht an unseren Klampfen herum, bis aus dem Backstage drei erlösende Silben gebrüllt werden:"KEY-TÖH-RINK", und wir uns auf die kalten Platten schmeißen. Wenn man das liest könnte man meinen, unser Bandleben bestünde nur aus Saufen und Fressen, aber das wäre wirklich... HEY, HIER GIBT'S AUCH BIER!!! Merklich glücklicher bestaunen wir daraufhin die Checks der anderen Bands, vor allem The Hodoo Two machen Lust auf mehr.

 

Bereits weit vor Start des Landesrockfestivals lümmeln die ersten Hanseaten vor der Eingangstür des M.A.U. Clubs und einige brandneue SOAB-Shirts sind darunter. Ich weiß nicht, ob es auch anderen Bands so geht, aber Jemanden in deinem Shirt zu sehen, den du nicht kennst, noch nie gesehen hast, löst in uns immer noch unheimliche Euphorie aus und so gluckert das Bier noch eine Spur glücklicher in uns rein, während wir uns zu ersten Bässen durch den Eingang quetschen.

 

Die Bands sind allesamt super, sowohl Funk- wie auch Rock- und Popsounds gibt es auf die Ohren. Uns geht langsam die Muffe und je später der Abend wird, desto mehr macht sich das frühe Aufstehen und der gestrige Auftritt bei uns bemerkbar. Aber nützt ja nichts! Wir schmeißen uns in unseren üblichen schwarzen Fummel, gehen unserem Programm aus Liegestützen, nebst Umarmungen und Poklapsern nach und ehe wir uns versehen, lässt MATES die letzten Töne seiner Gänsehaut-Akustik-Nummer verklingen und wir stürmen die Bühne.

Erkältet aber ist der heiß!
Erkältet aber ist der heiß!

Der Kontrast könnte nicht größer sein: gefühlvolle Ballade im einzelnen Scheinwerferkegel auf der einen und Muskelshirt tragender Breit-Eier-Rock auf der anderen Seite.

Mit gespannter Vorsicht nähert sich das Konzertvolk, während wir unsere fettärschigen Verstärker auf die Boxen ballern und Nora Sanne uns lässig anmoderiert. Dem Zusatz, dass Sarah Connor ja momentan "auch auf Deutsch" macht, haben wir nichts hinzuzufügen und donnern unseren ersten Song SUPERBITCH los. Das Stück aus dickem Riff gepaart mit Blaster-Synthies und Großschnauz-Rap fühlt sich in diesem Umfeld gradezu verstörend gut an und über beide Backen feixen wir uns während des Songs zu, bis wir im letzten Refrain münden:"Wir sind SONUVABITCH!".

Statt mit panisch flüchtenden sehen wir uns plötzlich mit energetisch jubelnden Menschenmassen konfrontiert, die ohne Zutun bis an den Bühnenrand aufgerückt sind und die Arme hochreißen.

Diese Aufforderung verstehen wir und legen ohne Ansage Krachophil nach, was sich mit den ersten auftuenden Pogo-Tänzern ebenfalls fast schon unverschämt gut anfühlt. Wir spielen wie im Rausch, die Menschen jubeln und springen, tanzen und klatschen. Noch bevor wir wirklich dazu kommen, dieses tolle Konzert zu genießen, sind wir auch schon bei unserem letzten Song angekommen und sehen die 250 Besucher des M.A.U. Clubs, mit unseren Neon-Stäbchen versorgt, im Takt von Alive durch den abgedunkelten Saal winken.

Wir reiten auch den letzten Song ab und unter Zugabe-Rufen verstauen wir unsere verschwitzten Instrumente und fallen uns hinter der Bühne um den Hals. Alle sind sich einig, eine gute Show abgeliefert zu haben und glücklich genießen wir auch die restlichen Auftritte und Gespräche mit den anderen Bandmitgliedern.

 

Dann wird es spannend. Nach dem Special-Act reiht sich die Jury auf der Bühne auf. Hektisch klauben wir uns zusammen und ohne, dass jemand richtig verstanden hat, worum es geht, hören wir laut und deutlich unseren Namen über die Anlage erschallen: SONUVABITCH.

Sichtlich verwirrt tapern wir auf die grelle Bühne, was auch im Publikum für spürbare Heiterkeit sorgt. Immernoch ohne direkt begriffen zu haben, was uns denn nun überreicht wird, bekommen eine Urkunde in die Hand gedrückt. "Nachwuchsförderpreis - 3.000€", lesen wir im spiegelnden Glas und freuen uns wie die Honigkuchenpferde. Fleißig schütteln wir alle anwesenden Hände mindestens drei mal durch und werden Kusshände gebend von der Bühne komplimentiert.

 

Hinter der Bühne jauchzen und hüpfen wir vor Freude, lassen uns die Schulternn beklopfen und werden sogar von Snoopy, dem Sönger der Crushing Caspars, geadelt, indem er uns einen geilen Auftritt attestiert- es sind die kleinen Dinge, die das Leben schön machen.

Nach einem gehörigen Umtrunk im angrenzenden Dieter machen wir uns körperlich am Ende, aber seelisch vollkommen elektrisiert auf in einen erholsam komatösen Tiefschlaf... VIELEN DANK AN ALLE!

Georg - 01.11.2015


KRACHOPHILTOUR - Dresden

Ein Abend für die Götter...

Es gibt so Tage, da läuft einfach alles schief. Man kommt nicht rechtzeitig von der Arbeit los, steht über 60 Minuten im Stau auf einer ohnehin mehrstündigen Autofahrt und hat sich obendrein eine fiebrige Erkältung nebst schleimig, kratzigem Hals und Röchelstimme zugelegt.

 

Alles in allem top Bedingungen für das erste INFESTIVAL in KATY'S GARAGE in Dresden, das wir mit Basti von INFEST CLOTHING und unseren geliebten Show Off Freaks auf die Beine gestellt haben. Doch egal wie schief der Tag bis dato lief, es geht noch schiefer. Denn obwohl wir kurioserweise dennoch "on time" im Club waren, und die ersten Cases auf die muckelige Bühne rollten, also zumindest theoretisch die Möglichkeit bestand, den Soundcheck pünktlich zu beenden, verpuffte dieser kühne Wunschtraum jäh. Unser Haustechniker zog es nämlich vor, sich am hölzernen Bühnenrand einen Splitter in der Größe eines Pferdepimmels ins Handgelenk zu schieben. Joa... Glückwunsch.

Nach panischer Fahrt ins Krankenhaus und einigen geöffneten Bieren steht der Gute nun wieder tapfer am Mischpult, guckt etwas verkniffen, versucht aber tapfer mit seiner verbliebenen Floße den tobenden Krach zu bändigen, der ihm vor der Bühne entgegenbläst.

 

Nachdem unsere Lieblings-Ossis von I COME FROM THE SUN einen fulminanten Check hinlegen und sich das hausgemachte Chilli nebst kühlen Gerstensaft im Bauch breit macht, werden wir entspannter und fangen an den Abend so gut es noch geht zu genießen.

 

Kurz nach Knapp werden auch wir mit unserem Check fertig, der bereits von den ersten Besuchern etwas mürrisch beobachtet wird. Bei tättowierten Bracho-Hipstern kommen wir auf Anhieb nie gut an. Die muss man sich erarbeiten. Aber dazu sind wir ja auch da!

 

Bis zum Start ist noch genug Zeit, das in Kotzstrahlweite (sehr praktisch) gelegene Hostel zu beziehen, was uns mit gefühlt einhundert Metern Altbau-Deckenhöhe eine gewisse Grunddekadenz einimpft. Unserer neu entdeckten Bourgeoisie wird jedoch umgehend von DRIVE, den Dresd'ner Locals ihre Grenze aufgezeigt. Die tättowieren Hunnen stehen weltgewandt pallavernd im Backstage und schwenken pokalgroße Weißweingläser. Ein herrliches Bild, was mir in nun doch fast zehn Jahren Konzertern so noch nicht untergekommen ist.

 

Diese Aristokratie kommt nicht von ungefähr. Ihre folgende Performance ist wirklich klasse und verdient einen Ritterschlag erster Güte. Trotz des Startslots um 20:00 Uhr legen die Jungs los als wär der Teufel in sie gefahren, fetter, teils zweistimmiger Gesang und Songs mit sattem Punch -kurzum, alles was wir nicht haben. Umgehend versammelt sich eine dichte Horde vor der Bühne. Wir wippen mit und feiern, wie es unsere verröchelten Gestalten zulassen und freuen uns über so ein tolles Konzert.

Auch Basti, der das Ganze mit uns ins Rollen brachte ist sichtlich angetan und scheint sein anfänglich gegebenes Versprechen  in die Tat umsetzen zu wollen, mit jedem einzelnen Gast, einen Kurezn Pfeffi zu kippen. Was wir anfänglich für einen Spaß hielten, meint der kleine, drahtige Stiernacken scheinbar tatsächlich ernst. So sind se eben, die Dresd'ner.


Nach diesem fetten Einstieg übernehmen die Suni-Boys die Bühne. Wir verkriechen uns in den anliegenden Backstage und genießen diese wirklich fantastische Band. Bei gesonders gelungener Performance "belohnen" wir unsere tolle Partnerband, indem wir ihnen unsere blanken Ärsche präsentieren. Was für das Publikum vor der Bühne unsichtbar bleibt, sorgt immerhin bei Fab, dem Drummer, für ein paar lachkrampfgeschüttelte Verspieler. Wenn man nicht Metallica ist, und seine Vorband vertraglich geregelt bis ins fast Unhörbare abmischt, muss man sich eben anders behelfen, sie scheisse darstehen zu lassen. Nasse Umarmungen und weitere Lachkrämpfe sind nach einer fantastischen Show der Dank.

 

Neben dem Backstage ist nun auch der Zuschauersaal gerappelt voll. Etwa 200 Leute tummeln sich im Saal und während die Freaks ihren Pröhl auf die Bühne schleppen, wird klar, dass Basti nicht viele der versprochenen Kurzen ausgelassen haben kann.

 

So kommt es dann , dass Basti nach ein paar Songs der Freaks mit einem Tablett grünlich leuchtendem Gesöff auf die Bühne zusteuert, kurz das Geschehen betrachtet und Tony, den Wirbelwind hinter dem Schlagzeug, offenbar als einfachstes, weil unbeweglichstes Ziel ausmacht.

 

Er visiert an, startet seinen Lauf und versucht dem sichtlich verdutzem Kerl, die grüne Pulle anzusetzen.

Dass dies nicht lange gut geht, war abzusehen. Und so kracht er bereits nach ein paar Sekunden dieses artistischen Schauspiels ins voll mikrofonierte Drumkit und parkt seinen Kopf zwschen Tonys Schoss und der Snare. Eine Slapstick Performance, die selbst Jams in einem Dinner for One für Bands nicht besser hätte choreografieren können.


Nach anfänglicher Schrecksekunde, der Crash war nicht ohne, rappelt sich Basti auf, und lässt sich zurecht für das gelungene Schauspiel feiern, während die verdatterte Band die Drums zusammensetzt.Wir betrachten das Schauspiel mit einigem Sicherheitsabstand und helfen, den humpelnden Basti, der nach seinem Szeneapplaus Blut geleckt hat, zu entschärfen, indem wir ihn in die Obhut des Publikums bugsieren.

Ein wahrlich würdiger Abschluss!
Ein wahrlich würdiger Abschluss!

Nach diesem unfreiwilligen Stop sind auch wir bald an der Reihe und machen uns an den Aufbau. Die ersten Songs fühlen sich etwas merkwürdig an. Auf der einen Seite haben wir bereits über sechs Stunden laute Musik auf den Ohren gehabt, andererseits wirkt auch das Publikum nach drei Bands müde gespielt. Wir müssen improvisieren und schmeißen die Setlist zu Gunsten eines Coversongs um, "Underwear" von Royal Republic.

Dieser Stimmungsstampfer geht gut nach vorne und das eingangs erwähnte, schwierige Klientel bewegt tatsächlich ermuntert die Köpfe und Hönde.

Als ich mir zum finalen Refrain das ohnehin vollgesottete Shirt über den schweißnassen Kopf ziehe und ein markerschütterndes "UN' JETZ' ALLE NACKICH HIÄH!" durch die Anlage jage, gibt es kein Halten mehr.

Nassgesaugte Tanktops fliegen uns in die Gesichter, die Leute schieben sich durch die Gegend, rutschen aus, springen von den Wänden und lassen sich von den Stühlen auf die erhobenen Hände fallen.

Die nächsten Songs sind ein Siegeszug und wir spielen zwei Zugaben unter frenetischem Ablaus. Zum Abschluss gesellen sich zwei nackte Ärsche zu uns auf die Bühne und liefern den gelungenen Abschluss für ein fantastisches erstes INFESTIVAL.

Georg - 01.11.2015


KRACHOPHILTOUR - RELEASE

Die besten Momente unserer fantastischen Release Party in Rostock


KRACHOPHIL MUSIKVIDEO

Wir liefern unsere erste Platte auf Deutsch. Im Video zur namensgebenden Single toben sich vier von uns im Kreise unserer Freunde in der Heimatstadt Rostock aus, während Sänger Horsti von den Mühlen des Alltags zerrieben wird. Ab gehts, wir präsentieren: KRACHOPHIL!


STARTNEXT KAMPAGNE

Unsere Startnext Kampagne ist zu Ende und mit eurer Hilfe konnten wir über 6.000 Glocken für unsere EP generieren. Wir toben uns zum ersten mal auf Deutsch aus, und auch vom Sound wird sich einiges ändern.

Wir sind momentam im Studio, drehen nebenbei schon das erste Video zur EP und in ein paar Tagen kommen auch die ersten Konzerttermine ins Haus.

 

Hach so viel zu tun, so viel zu tun...